Cashew-Creme mit Rhabarber-Mus und Crumble
Super einfach, gut vorzubereiten und mit wenigen Zutaten.
Diese Cashew-Creme kann echten Mascarpone wunderbar ersetzen.
Sie besteht nur aus eingeweichten Cashews, Zitronensaft und Pflanzenmilch, z.B. Mandel-, Reis- oder Hafermilch.
Ich benutze dafür immer selbstgemachte Hafermilch. Die kannst du nach Belieben süßen und sie ist deutlich günstiger als jede gekaufte Variante.
Cashewkerne enthalten pro 100 g ca. 44 g Fett, dabei aber kein Cholesterin, 18 g Protein und sogar 3 g Ballaststoffe.
Dazu auch noch Kalium, Magnesium, Eisen und Vitamin B6.
Echte Mascarpone enthält nur 4 g Protein, 42g Fett und keine Ballaststoffe.
Und weil gerade Rhabarberzeit ist gibt es ein Rhabarber-Mus dazu.
Rhabarber ist eigentlich ein Gemüse (Knöterichgewächs).
Er ist kalorienarm, enthält ebenfalls ca. 3,2 g Ballaststoffe, Kalium, Calcium, Magnesium und Vitamin C, aber auch Oxalsäure.
Oxalsäure ist auch in Spinat, Rote Bete oder Sauerampfer enthalten und kann, in großen Mengen genossen, sogar zu Vergiftungserscheinungen führen.
Menschen mit Nierenerkrankungen und Nierensteinen sollten eher auf Rhabarber (und andere oxalsäurehaltige Gemüse) verzichten.
Die Blätter enthalten am meisten Oxalsäure, die Stängel weniger, deshalb werden nur die Stängel gegessen.
Durch schälen, blanchieren und/ oder kochen wird der Oxalsäuregehalt noch einmal gesenkt.
Schälen empfiehlt sich auch wegen der harten Fäden, die nicht so angenehm im Mund sind.
In solch kleinen Mengen wie hier, geschält und gekocht, sollte für "gesunde" Menschen kein Risiko vorhanden sein.
Für den "knackigen Biss" kommen noch gebackene Vollkorn-Streusel dazu. In "Neu-Deutsch" auch "Crumble" genannt.
Aber jetzt zum Rezept für ca. 4 Portionen:

Zutaten:
Cashew-Creme |
200 |
g |
Cashewkerne |
150 |
g |
Pflanzenmilch nach Wahl |
35 |
g |
Zitronensaft |
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Süßen nach Geschmack mit Zucker oder Agavendicksaft |
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Rhabarber-Mus |
500 |
g |
Rhabarber, frisch (TK geht auch) |
30 |
g |
Zitronensaft |
10 |
g |
Zucker |
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Vollkorn-Crumble |
75 |
g |
Vollkornmehl, (Dinkel oder Weizen) |
50 |
g |
Zucker |
50 |
g |
Pflanzenmargarine |
100 g Cashew-Creme enthält ca. 330 kcal; 14,1 g Kohlenhydrate; 11,o g Protein und 25,1 g Fett.
100 g Rhabarber-Mus enthält ca. 28 kcal; 3,3 g Kohlenhydrate; 0,6 g Protein und 0,2 g Fett.
100 g Weizenvollkorn-Crumble enthält ca. 458 kcal; 54,1 g Kohlenhydrate; 4,9 g Protein und 23,9 g Fett.
Und so mach ich das:
Anleitung:

Die Cashewkerne über Nacht einweichen.
Durch ein Sieb abgießen. Das Wasser wegschütten.

Die eingeweichten Kerne ohne das Einweichwasser in den Mixer geben.

Zitronensaft dazugeben. Die Pflanzenmilch nach und nach dazugeben und alles sehr fein mixen.
Je nach Wassergehalt der Cashews braucht man mehr oder weniger Flüssigkeit.
Da musst du einfach zwischendurch die Konsistenz prüfen, es soll nicht zu dünn sein.

Die fertige Creme kühl stellen.

Mehl, Zucker und Pflanzenmargarine abwiegen.

Alles gut verkneten...

bis ein Teig entstanden ist.
Backofen vorheizen auf 200 ° C.

Den Teig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech "zerstreuseln".
Nicht zu kleine Krümel machen, lieber nachher noch etwas zerkleinern.

Für ca. 10 Minuten bei 200° C Umluft backen.
Dann abkühlen lassen.

Den gesäuberten, geschälten und geschnittenen Rhabarber in einem Topf mit Zucker und Zitronensaft zu Mus kochen.
Das dauert ca. 10 Minuten bei nicht zu starker Hitze. Es soll ja nichts anbrennen.

Dann ist das Mus eigentlich fertig, aber ich püriere es noch durch, weil ich die Fäden nicht mag.

Das sind die restlichen Fäden die im Pürierstab hängen bleiben.
Das Mus ebenfalls kühl stellen.

So kannst du die Zutaten schon am Vortag im Kühlschrank aufbewahren und das Dessert kurz vor dem Verzehr zusammenfügen.

Hier ein paar Vorschläge wie du das Dessert anrichten könntest!
Geschichtet in Weingläsern oder kleinen Einmach-Gläsern.
Oder ähnlich wie Tiramisu, in einer Auflauf- Form.
Da kannst du deiner Phantasie freien Lauf lassen.

In die kleinen Einmach- Gläser geschichtet finde ich die Portion genau richtig.
In den Weingläsern ist die Menge schon enorm.
Keine Angst, der Kaloriengehalt hört sich nur viel an. Du isst wahrscheinlich nicht alles auf einmal.
Und manchmal darfs auch einfach lecker sein!
Ich wünsche dir viel Spaß beim kochen und ausprobieren.
Guten Appetit!
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